Die Voraussetzung ist die Solidarität, dass sich alle mehr oder weniger daran halten.
Sobald Ausreisser überdurchschnittlich mehr bezahlen, dazu noch Boni ausschütten, dann geht die Spirale weiter!
… und mitbestimmen, was in der Schweiz Sache ist.
50'000 Franken pro Monat entsprechen einem Stundenlohn von weniger als 300 Franken, bzw. einem Jahreslohn von 600'000 Franken.Oliver aus Zürich - jf 3. März 2010 Verstoss melden
Ein erfolgreicher, selbständiger Anwalt mit langjähriger Berufserfahrung kann in Zürich je nach Rechtsgebiet durchaus (deutlich) mehr als 300 Franken pro Stunde verlangen (und selbst die Gebührenverordnung des Obergerichtes sieht eine Entschädigung für vorprozessuale Aufwendungen von bis zu 350 Franken pro Stunde vor).
Auch erfolgreiche Spezialärzte werden je nach Fachgebiet und Praxiserfahrung mehr als 600'000 Franken pro Jahr verdienen können.
Ein Schweizer Unternehmer, der sein mittleres bis grösseres Unternehmen erfolgreich führt, gut am Markt positioniert ist und lange Jahre seines Lebens mit dem Aufbau seiner Unternehmung verbracht hat, wird - je nach Branche - ebenfalls die Möglichkeit haben, ein Jahreseinkommen von mehr als 600'000 pro Jahr zu erzielen.
Ich sehe nicht ein, weshalb jemand, der sich lange Jahre der Ausbildung und praktischen Tätigkeit oder dem Aufbau eines Unternehmens gewidmet hat, nicht mehr als 600'000 Franken im Jahr verdienen darf. Tatsache ist halt eben auch, dass nicht jeder überhaupt fähig ist, solche Leistungen zu erbringen - und für die Fähigen sollte Anreiz und Lohn dazu bestehen.
Eine andere Frage ist, ob ein Manager, der das von ihm lediglich geführte Unternehmen in den Sand geritten hat, seinen Lohn wert war oder gar einen goldenen Fallschirm verdient hat. Wir sollten hier jedenfalls nicht den Sack schlagen.
Nebenbei: Nur weil die SVP dem Volk bewusst kaum oder nur schwer umsetzbare Initiativen vorsetzt, muss dies die SP ja nicht auch noch tun.
Wir haben in der Schweiz hunderttausende von Menschen, die während vielen Jahren grossartige Leistungen erbracht haben und nur einen Bruchteil von 600'000 Fr. jährlich verdienen. Gehen Sie zum Beispiel auf eine Baustelle, in ein Spital oder in eine Schule und erklären Sie den Menschen dort, dass ihr täglicher Einsatz im Vergleich zu "Ihrem" erfolgreichen Unternehmer so wenig wert ist. Bereits als junger Mensch haben Sie jeden Bezug zur Wirklichkeit von ArbeitnehmerInnen verloren. Wen wundert es, dass Ihre Seniorenpartei, die FDP, nur noch Kopfschütteln erntet.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 8. März 2010 Verstoss melden
Nun ja, "mein" erfolgreicher Unternehmer ist eben Unternehmer, nicht Manager; diesen Unterschied vergisst Ihre politische Ecke zuweilen.Oliver aus Zürich - jf 9. März 2010 Verstoss melden
Der Unternehmer hat ein mittleres bis grösseres Unternehmen aufgebaut und dabei hunderte bis tausende von Arbeitsplätzen neu geschaffen. Er ermöglicht damit nicht nur mindestens ebenso vielen Menschen ein gesichertes Einkommen, er generiert darüber hinaus auch ein beachtliches Steuersubstrat für das Gemeinwesen. Die Chance ist dabei gross, dass der Unternehmer mehr als nur gerade die Mindestlöhne und minimalen Sozialleistungen entrichtet, schliesslich ist es "sein" Unternehmen, und zufriedene Arbeitnehmer sind gute Arbeitnehmern.
Ich sage nicht, dass der Einsatz eines Krankenpflegers oder einer Bauarbeiterin nicht ebenso wichtig ist. Der Unternehmer hat aber gesamthaft gesehen - und dieses Urteil erlaube ich mir - tatsächlich "mehr" geleistet und soll dafür auch (deutlich!) mehr verdienen dürfen.
...und der Staat greift bei Marktversagen ein.Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 24. Februar 2010 Verstoss melden
Derart hohe Löhne sind für Unternehmen und KonsumentInnen schädlich, da sie viel Geld verpuffen lassen, das einerseits in der Bilanz fehlt, andererseits den Preis hochdrückt.
Wo also ist ihr Argument?
Ich bin der Meinung, dass nicht der Staat einzugreiffen hat, sondern die Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer Unternehmung. DIese sollen schliesslich den Lohn ihrer Angestellten bestimmen. Quotenregelungen schränken den Markt zu fest ein und sind zu starr.Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Können sie nicht, und da, wo sies können, tun sies nicht. :)Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 24. Februar 2010 Verstoss melden
Jetzt vielleicht noch nicht, aber bald - nach Annahme der Abzocker-Initiative ;-)Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Na dann besser gleich 1:12Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 24. Februar 2010 Verstoss melden
@ Lars Guggisberg: Wenn der Staat nicht eingreifen soll, weshalb hat er es dann bei der Swissair, bei der UBS oder vor einigen Jahren in unserem Kanton bei der Kantonalbank getan? Wenn Sie vor die Alternative gestellt werden, präventiv dafür zu sorgen, dass ein Unglück nicht geschieht oder sich erst mit den Folgen des Unglücks zu beschäftigen, was wählen Sie dann?Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Mit dieser Art von Politik reagieren wir immer erst dann mit Sicherheitsvorkehrungen im Strassenverkehr, wenn das erste Kind auf dem Schulweg überfahren wurde, obschon man die gefährliche Stelle längst gekannt hätte.
Das Prinzip von Angebot und Nachfrage in der Marktwirtschaft wird prostituiert, wenn die gleichen Leute, die das Angebot haben, die Nachfrage künstlich in die Höhe treiben können. Sie können es von mir aus auch als eine Art Gewaltentrennung in der Marktwirtschaft anschauen. Aber bei grossen Konzernen brauchen wir Instrumente, welche die Exzesse der letzten Jahren verhindern. Ansonsten müssten Sie sich zurecht den Vorwurf gefallen lassen, nicht rechtzeitig geschaut zu haben, wenn dann einmal aufgrund eines solchen Vorfalls selbst der Staat nicht mehr im Stande ist, seine rettende Hand über die Millionensalär-Bande zu halten.
In den von Ihren genannten Extremfällen war ein Eingreifen des Staats angezeigt. Ich bin auch für Ursachen- und nicht Symptombekämpfung. Stellen wir also Regeln auf, ohne gleich die Holzhammermethode anzwenden. Der Inhalt der Abzockerinitiative geht in die richtige Richtung. Die KMU dürfen jedoch nicht mit zusätzlichem Administrativaufwand belastet werden.Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 25. Februar 2010 Verstoss melden
Drum 1:12, da braucht man nur einen Taschenrechner ;)Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 25. Februar 2010 Verstoss melden
Man sollte es sich nicht zu einfach machen ;-)Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 25. Februar 2010 Verstoss melden
1:12 wäre aber ganz eine unbüokratische Lösung mit hoher Wirkung, was will man mehr :-)Adrian Durtschi - kandidiert für Grossrat Bern, SP 27. Februar 2010 Verstoss melden
Vor allem mit der hohen Wirkung, dass die besten Manager lieber im Ausland arbeiten, wohnen und ihr Geld versteuern...Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 1. März 2010 Verstoss melden
wie ein gewisser bankpräsident sagte (keine namen! es gilt ja das bankgeheimnis!): die, die so viel verdienen, sind nicht besser. nur gieriger.Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 1. März 2010 Verstoss melden
mal davon abgesehen, dass die wirtschaft dem stimmpöbel (wie das volk da oben wahrscheinlich scherzhaft-herzhaft genannt wird (; ) nicht vorschreiben kann, darf und soll, was es zu stimmen hat!Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 1. März 2010 Verstoss melden
Ich bin nicht gegen eine gewisse Regulierung, eine Quotenregel greift aber zu kurz.Lars Guggisberg - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 2. März 2010 Verstoss melden
Frei nach dem Motto: "Die Gewinne kapitalisieren, die Verluste sozialisieren". Das Swissair- und UBS Debakel lassen grüssen. Wo blieben Gerechtigkeit und soziale Sicherheit ohne die ordnende Hand des Staates?Andreas Blaser - kandidiert für Grossrat Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Dort wo sie jetzt schon sind: in den gut gefüllten Taschen der Topmanager und Shareholder!Yves Aeschbacher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 2. März 2010 Verstoss melden
Es mag ja sein, dass Quotenregelungen nicht das Gelbe vom Ei sind. Die "gewissen Regulierungen" würden mich im Detail dann schon noch interessieren. Ich vermute stark, dass es einzig darum geht, das Volk, das doch angeblich sonst immer recht hat, in dieser Frage auszuschalten, damit man anschliessend jegliche Regulierung wieder so lange verwässern kann, bis man weiterwursteln kann wie bis anhin.Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Zweifellos wäre mehr Bescheidenheit wunderbar, aber dafür fehlt mir schlicht der Glaube. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre lässt im Gegenteil dazu noch mehr Egoismus erwarten. Deshalb muss die Politik klare Grenzen setzen. Machen wir das nicht, wird sich die Wut der breiten Bevölkerung über Ausbeutung und Ungerechtigkeit zurecht weiter ausbreiten.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 7. März 2010 Verstoss melden
Ja, ich bin auch für Grenzen, wenn diese kontrollierbar und klar sind. Wenn selbst die Gewerkschaften auf den Geschmack der Gewinnmaximierung gekommen sind und langfirstige Renditen von durchschnittlich 5% erwarten, so ist das nicht die Bescheidenheit welche ich als Unternehmer seit vielen Jahren lebe.Markus Wenger - kandidiert für Grossrat Bern, EVP 7. März 2010 Verstoss melden
Für einmal stimme ich meinem Grossratskollegen gerne zu. Es würde mich sehr freuen, wenn sich die EVP zusammen mit der SP für mehr Gerechtigkeit einsetzt.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 7. März 2010 Verstoss melden
In derartigen Fragen sind wir uns wohl einig. Die EVP setzt sich seit langem für die Schwachen (aktuelles, wenn auch nicht erfolgreiches Beispiel: Tierschutzanwalt), Gerechtigkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft ein.Daniel Steiner-Brütsch - kandidiert für Grossrat Bern, EVP 7. März 2010 Verstoss melden
Genau da liegt das Problem.... Die IDee ist gut, doch kaum umsetzbar. Sollte die Initiative durchkommen, wo ich auch dafür bin, werde ichalles versuchen um den Inhalt dieser Idee umzusetzen. Doch zweifeln, werde ich bis zum gelingenden Abschluss wohl immer.Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 4. Februar 2010 Verstoss melden
In meinen Augen ist die Initiative sehr wohl umsetzbar.Michael Kraft - SP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Zum einen ist nicht alles grenzenlos auslagerbar, gerade die Reinigung beispielsweise wurde in den vergangenen Jahren bei vielen Firmen bereits ausgelagert. Zum anderen wären Tochterfirmen, die lediglich für den Zweck bestehen, damit die Löhne in den obersten Etagen hoch bleiben, klar illegal: Ein entsprechendes Ausführungsgesetz, das bei Annahme der Verfassungsänderung erarbeitet werden müsste, würde solchen Machenschaften einen Riegel schieben und unter Strafe stellen.
@Roger Mellert haben Sie denn schon unterschrieben, oder dürfen wir Sie beispielsweise nächsten Samstag, etwa um 12 oder 13 Uhr, auf dem Bärenplatz in der Stadt zum Unterschreiben begrüssen?Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 6. Februar 2010 Verstoss melden
@Michael Kraft: Sie kennen die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung sicherlich so gut wie ich. Ein solches Gesetz wie es ihnen vorschwebt wäre nicht mehrheitsfähig und der Verfassungstext zwingt nicht dazu. Ich sehe keine Probleme, wieso sich z.B. Novartis zukünftig nicht in die Unternehmen Novartis Management AG, Novartis Forschung AG, Novartis Produktion AG, Novartis Bürogummi AG, usw. gliedern sollte.Dennis aus Biel/Bienne - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 8. Februar 2010 Verstoss melden
Dann würde das Parlament den Volkswillen missachten, was sicherlich niemand will, oder?Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 8. Februar 2010 Verstoss melden
Zitat:Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 8. Februar 2010 Verstoss melden
@Roger Mellert haben Sie denn schon unterschrieben, oder dürfen wir Sie beispielsweise nächsten Samstag, etwa um 12 oder 13 Uhr, auf dem Bärenplatz in der Stadt zum Unterschreiben begrüssen?
Dominik Fitze
Zitat Ende
Ich werde wenn möglich vorbeikommen. Wie gesagt, die Idee ist da, sie ist gut, doch besteht auch noch Zeit sich über die Gesetze die danach folgen MÜSSEN
sorry, irgendwie hat es abgehackt... Hier nun noch der Rest:Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 8. Februar 2010 Verstoss melden
...danach folgen MÜSSEN, Gedanken zu machen. Kann ja sein, dass jemandem plötzlich ein Licht aufgeht das wenn es denn auch standhält Nobelpreiswürdig wäre.
Ich erwarte es nicht, schliesse es aber auch nicht aus.
Zitat:
Dann würde das Parlament den Volkswillen missachten, was sicherlich niemand will, oder?
Zitat Ende.
Der war gut.... Wenn das Parlament den Volkswillen missachten will, muss es doch nur genau so wie bis anhin weitermachen. DIe knapp 250 "Überschweizer" vertreten je nänger desto mehr, den Eigenwillen. woebei angemerkt sein muss, dass dies ja immerhin der Wille von 246 der 7mio. vertritt... Es ist also ein Anfang. Der Anfang vom Ende...
Parlamentarier, egal auf welcher Ebene, sollten sich wieder etwas mehr auf ihren Job, denn auf Ihren Bekanntheitsgrad/Geldbeutel konzentrieren.
Naja, daran gedacht, dass es ein Hickhack geben wird, haben wir - in den Ausführungsbestimmungen steht, wenn das Parlament länger als 2 Jahre zur Ausarbeitung des Ausführungsgesetzes benötigt, erlässt der Bundesrat die Bestimmungen. Aus gutem Grund, wir kennen die verschleppten Initiativen der letzten Jahre.Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 8. Februar 2010 Verstoss melden
Auch Tempobeschränkungen im Strassenverkehr kann man durchsetzen, obwohl die Autos ja theoretisch viel schneller fahren können. Um die Gesetzlichen Tempolimiten zu umgehen könnte man ja auch ein Gefährt konstruieren für dass die Definition "Auto" nicht mehr gilt, dies ist wohl nicht möglich da der Gesetzgeber vorgesorgt hat...dies kann er sehr wohl auch bei der 1:12-Initiative und den Definitionen für "Unternehmen" tun.Marco Kistler - Gemeinderat (Exekutive) Glarus Nord, JUSO 9. Februar 2010 Verstoss melden
Selbstverständlich sind die meisten einverstanden mit dem Gehalt von Steve Jobs. Dieses hat 2009 gerade mal einen (1) US-Dollar betragen. Jobs ist allerdings auch Unternehmer, nicht Manager.Oliver aus Zürich - jf 5. Februar 2010 Verstoss melden
Abgesehen davon: Nach Ihrer Argumentation würde das Gehalt von Ospel keine Rolle spielen, wenn die meisten der Auffassung wären, dass die UBS "einen guten Job macht". Die meisten sind aber an der UBS (anders als Jobs an Apple) auch nicht beteiligt, und regen sich einfach - wohl aus Prinzip oder anderen, diffusen Gründen - über das Gehalt der Spitzenmanager aus. Das Bedürfnis einer auf "nachhaltige" Mehrwerte ausgerichteten Kompensation ist ganz allgemein sicher gerechtfertigt, die 1:12-Idee hat damit aber - wie Sie ja auch bereits andeuten und da bin ich mit Ihnen einer Meinung - wenig zu tun.
http://www.tagesanzeiger.ch/digital/computer/Der-bescheidene-Lohn-von-Steve-Jobs/story/21484260
Sie haben im theoretischen Sinn recht. Soviel zur sozialen Markwirtschaft.Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 26. Januar 2010 Verstoss melden
Wenn jedoch ein Versagen auf Seiten der Wirtschaft die soziale Ruhe in unserem Land aufs Spiel setzt, hat das Volk etwas dazu zu sagen.
Grundsätzlich hat die Initiative eine Diskussion entfacht, vor der sich die Politiker und die Wirtschaft nicht verschliessen können.
Leistung soll gerecht entlöhnt werden, wenn auf der anderen Seite, bei Versagen z.B. UBS, Swissair, das Management Konsequenzen trägt.
Die Initiative ist im Grundsatz richtig, weil zu unterschiedliche Einkommen die Zufriedenheit einer Gesellschaft und die soziale Gerechtigkeit schwächen.
Die Wirtschaft muss hier Hand bieten und sozialverträgliche Löhne zahlen.
Die Manager-Löhne haben nichts mit der Marktnachfrage zu tun. Das weisst z.B. eine Studie von Osterloh und Rost von der Uni Zürich nach.David Gallusser 26. Januar 2010 Verstoss melden
Auch Verantwortung oder gar Leistung können sie nicht erklären: Die Löhne sie ausdruck davon, dass sich die Manager in Machtnetzwerken bewegen, die es ihnen erlauben diese Löhne zu zahlen.
Das Problem dabei: Was sich die Manager oben abzocken, fehlt allen anderen Arbeitnehmer/innen in der Lohntüte. Darum ist es wichtig mit einer verbindlichen Spannbreite, wie es die 1:12-Initiative vorschlägt, den Manager Einhalt zu gebiten. Damit die Löhne aller steigen können.
Nun mag diese Idee vielleicht schön klingen, doch realpolitisch ist sie nicht umzusetzen.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 6. Februar 2010 Verstoss melden
Genau so schön klingen doch auch die anderen Forderungen aus dieser Ecke. Gratis öV für alle. Wäre ich doch sofort dafür! Doch leider müssen solche Dinge auch noch bezahlt werden!
Mit schönen Ideen alleine, lässt sich leider keine sinnvolle und nachhaltige Politik betreiben. Das müsste sich die SP und die Juso mal hinter die Ohren schreiben!
Löhne und Marktwirtschaft sind nicht so eng verbunden, wie man uns glauben machen will.Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 6. Februar 2010 Verstoss melden
Das man die "guten Leute" bei niedrigen Löhnen nicht bekommt, ist nicht wahr. Man bekommt vielleicht diejenigen nicht, von denen man glaubt, sie seien Topshots. Obwohl diese - wie die jüngste Geschichte beweist - oft auch nichts wert sind.
Ich weiss, wenn die Banker oder andere Manager Rücksicht auf den sozialen Frieden nehmen würden, wäre die 1:12 Initiative nicht nötig.Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 7. Februar 2010 Verstoss melden
Leider sind aber meist die Gutbegüterten oft die gierigsten. Bei Ihnen ist Rücksicht einfach nur ein naives Wunschdenken.
Zu der sozialen Gerechtigkeit muss man sagen- es hat sich bewiesen, dass eine gerechte Vermögens- und Lohnpolitik eine zufriedenere Gesellschaft fördert, wie das Beispiel Schweden zeigt.
Ich bin grundsätzlich dafür, dass der Markt den Lohn bestimmt.
Leider ist es aber kein Geheimnis, dass die Reichen immer reicher werden und der Mittelstand immer weniger zum Leben hat.
70% der Vermögen gehören 10% der Bevölkerung. Und das ist nicht der Mittelstand, der von seinem Vermögen, sondern von seinem Lohn leben muss.
Es steht auch fest, dass extrem höhere Löhne in Kaderfunktionen, keine höhere Leistung zur Folge haben.
Beim Mittelstand hat jedoch eine kleine Lohnerhöhung schon den Effekt einer Produktionssteigerung.
Exorbitante Löhne lassen, sich nicht mit Leistung rechtfertigen, da auch Manager die weniger als eine Million verdienen eine gleich gute Leistung erbringen, wie die angeblichen Topverdiener, die die Swissair, die UBS und fast noch die Schweizer Wirtschaft, an die Wand gefahren haben.
In diesem Sinne plädiere ich für gerechte Löhne für eine gute Leistung. Aber auch für ein Bonus-Malus-System bei schlechter oder gar keiner Leistung.
Die Politik muss hier einwirken- nicht mit der 1:12-Initiative aber mit einer Bonus-Malus Regelung und verbindliche Vorgaben an die Unternehmen.
Die Politik kann sich noch mehr Vertrauensverlust leisten, indem sie nur auf die Eigenverantwortung der Manager pocht.
-"In einer Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage auch den Lohn"Martin Wyss 24. Februar 2010 Verstoss melden
-Richtig, nur fragt sich, ob die Regeln der freien Marktwirtschaft unabhängig von der Grösse des Marktes gelten sollen. Finden Sie nicht auch, dass sich in einer globalen Marktwirtschaft nicht andere / neue Regeln aufdrängen? Marktwirtschaft darf von mir aus "frei", sicherlich aber nicht "ungezügelt" sein. Der ganze Globus als Spielwiese für das unersättliche Kind "Markt" ist m.E. einfach zu gross.
-"Die Verantwortung die jemand trägt, wird auch mit Lohn abgegolten"
-Auch wieder richtig, nur finde ich nicht, dass jemand, der ein Unternehmen mit 1000 Angestellten führt, in jeder Beziehung mehr Verantwortung trägt, als ein Unternehmer mit 10 Angestellten. Gut, nimmt man das Risiko, dass viele Arbeitnehmer ihren Job verlieren als Massstab, dann trägt der Grossunternehmer die grössere Verantwortung; emotional und finanziell, (die Verantwortung als "Person") ist jedoch das Risiko des Kleinunternehmers wahrscheinlich gleich gross oder grösser und ein Konkurs schmerzt ihn mehr als den auf Abfindungsentschädigungen sanft landenden Manager.
Zudem: gibt es eigentlich keine Unternehmer/ Manager, die mit "Freude" und "Engagement" arbeiten? So jemand interessiert sich nämlich zuletzt für den Lohn und achtet als Erstes selbstverständlich auf das Wohl seiner "Mit-Arbeiter".
Ich finde es befremdlich, dass das Profit-Denken scheinbar zu einer nicht hinterfragbaren Grösse in der allgemeinen Weltanschauung geworden ist.
Die Politik kann und soll dabei die richtigen Zeichen setzen, als Signal dafür, dass nicht immer anständig ist, was heute noch innerhalb des gesetzlichen Rahmens liegt.
@Martin WyssGygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Ich bin auch nicht dafür, dass wir nicht alles dem Markt oder der Selbstregie der Manager überlassen können.
Es braucht Grenzen und Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvolle Wirtschaft.
Wir haben es gesehen was passiert, wenn sich die Manager oder Unternehmen selber um Transparenz, Ethik oder um verantwortungsvolle Unternehmensführung bemühen.
Nämlich fast nichts, oder Bonusexzesse während Leute entlassen werden, oder hohe Abgangsentschädigung und Boni während die Firma Verluste macht.
Zudem haben Manager, die nur wegen eines hohen Lohns eine Kaderfunktion annehmen, kein Interesse am Unternehmen und können durch gleich gute, interessierte Manager ersetzt werden.
1)Für mich sind langfristige Erfolgsziele an die Höhe der Löhne und der Bonis zu koppeln. Dies muss verbindlich in den Unternehmensrichtlinien der Firma geregelt sein.
2)Zweitens sollen die Aktionäre(bei einer AG) bestimmen, wieviel von ihrem Geld sie den Managern zahlen wollen.
Denn die Selbstbestimmung der Löhne der Verwaltungsräte hat zu den Exzessen geführt.
3)Jedes Unternehmen trägt auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
Ja. Und mit Gygax Marcels Votum ist auch gesagt, dass der Markt nicht unfehlbar ist. Es gibt keine freie Marktwirtschaft - das ist ein Mythos. Sie ist nur in zu definierenden Grenzen frei.Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Die Partei des Milliardärs der Zürcher Goldküste bzw. des grössten Abzockers der letzten 30 Jahre lehnt wie immer klare Beschränkungen wie 1:12 ab. Das mag wenig verwundern bei den engen Beziehungen zu UBS und Co, aber schwer verständlich ist die Unterstützung der SVP durch Arbeitnehmende, die redlich ihren Lohn versteuern müssen.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Ja grüzi Kathrin ;) Meinst Du denn die Manager würden sich was vorschreiben lassen? Ich denke ein listiger (in Deinen Augen böser, teuflischer) Manger wird mehrere Wege finden um trotzdem an seinen -zugegebenermassen- hohen Lohn zu kommen.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Die 1:12 Initiative mag zwar gut gemeint sein, wird aber nicht wirklich viel ändern... schon gar nicht wird damit ein Stückchen Gerechtigkeit hergestellt. Darum finde ich die Unterstützung eher heuchlerisch und auch ein wenig blauäugig :)
Versteh mich nicht falsch, auch mir geht es nicht in den Kopf, weshalb ein Mensch 40mio Franken verdienen muss. In meinen Augen leiste er nicht "härtere" Arbeit als ein normaler Büezer. Schon gar nicht kann man mit dem Argument kommen, er wäre ein wertvolleres Mitglied der Gesellschaft. Denn ein Büezer ist in meinen Augen genauso wertvoll wenn nicht sogar mehr, wie ein mio. schwerer Banker.
Aber die 1:12 Initiative bring nichts...
Beste Grüsse
Charly
hoi charlesKathrin Balmer - SP 5. Februar 2010 Verstoss melden
ehrlich gesagt finde ich diese argumentation "würden sie sich was vorschreiben lassen" schon recht bedenklich. falls die initiative angenommen wird, steht dieser grundsatz in der verfassung und das parlament muss ein gesetz dazu ausarbeiten. und warum sollten verfassung und gesetze für manager nicht gelten? hallo? stehen die über dem gesetz wie einst louis xiv? ich dachte, wir leben in einem rechtsstaat, in einer demokratie, wo nicht ein paar wenige superreiche alleine entscheiden können.
lg kathrin
"und warum sollten verfassung und gesetze für manager nicht gelten?"Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Das sage ich ja gar nicht. Vor dem Gesetz ist in meinen Augen jeder gleich! Nur werden Manager wohl Wege finden um trotzdem noch ihren hohen Lohn zu behalten.
Aber lassen wir das und gehen wir zu einer generellen und eigentlich viel wichtigeren Frage über:
Wie weit darf und soll der Staat in die Privatwirtschaft eingreifen? Was hat der Staat in Privatunternehmen zu suchen?
Provozierende Fragen ;) : Soll der Staat den Leuten vorschreiben wie viel sie verdienen? Soll der Staat vorschreiben wie viel sie zu produzieren haben? Soll der Staat vorschreiben was wo genau produziert wird?
Und noch eine weitere Frage dürfen wir uns dann konsequenterweise stellen: Was hat das ganze dann noch mit freier Marktwirtschaft zu tun? Wer ist der Staat, dass er mir als Privatperson vorschreibt, wie viel ich zu verdienen habe?
Fragen über Fragen und schlussendlich läuft es auf unsere Vorstellungen über die Wirtschaft heraus. Wollen wir eine freie Marktwirtschaft? Oder wollen wir langsam aber sicher in Richtung Planwirtschaft arbeiten? ;)
Liebi Grüess
Charly
Wir haben auf dieser Welt in verschiedener Hinsicht ein Verteilungsproblem. Ich glaube das bestreitet niemand.Jacqueline Badran - gewählt Gemeinderat Zürich, SP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Deshalb ist es dringend nötig, dass wir Transparenz in die Verteilungsergebnisse der Marktwirtschaft (und nicht etwa die Allokationsleistung) bringen.
Genau das leistet die Initiative 1:12. Es wird über den gerechten Lohn - eine uralte Debatte übrigens - debattiert.
Immerhin postulieren die Liberalen eine Leistungsgesellschaft. Von dieser entfernen wir uns mehr denn je. Das muss den Menschen klar werden. Denn diese Tatsache ist ja nicht naturgesetztlich.
Und ja: Wenn Marktversagen vorliegt indem der Markt nicht leistungsgerecht entlöhnt, dann ist sicherlich stattliches Handeln angesagt.
man müsste sich wirklich mal Fragen wieso in unserer Verfassung so viele Freiheitsziele (zu recht) stehen und minuziös verteidigt werden, aber Gerechtigkeitziele kaum zu finden sind.
Seien wir doch ehrlich. Gerechtigkeit ist doch sowieso ein höchst subjektives Empfinden! Was ist denn ein gerechter Lohn? Ich könnte gerade so gut sagen, dass ein 12 Mal grösserer Lohn ungerecht ist. Schlussendlich findet man immer wieder einen Punkt an dem man nörgeln kann.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 6. Februar 2010 Verstoss melden
Für mich ist diese Idee ein krasser Eingriff in die Privatwirtschaft. Der Staat hat privaten Unternehmen nicht vorzuschreiben, welche Löhne ausbezahlt werden dürfen und welche nicht.
Und tatsächlich: ich bin auch der Meinung, dass ein Manger, der seine Firma gelinde gesagt in den Mist gefahren hat, nicht noch mit goldenen Fallschirmen belohnt werden sollte.
Kurzfristige Gewinnmaximierung um dann mit goldenen Fallschirmen abzuspringen, stellen kein langfristig gut funktionierendes Wirtschaftssystem dar.
Ich glaube, ein staatliches Eingreifen in irgendeiner Form ist unbedingt nötig. Gewisse Unternehmen sind schon so gross geworden, dass unsere Staatsgemeinschaften abhängig von diesen Firmen geworden sind; zum Leidewesen derjenigen, die nicht von diesen riesigen Geldmaschinen profitieren. Wer soll da noch Einhalt gebieten, wenn nicht der Staat? Es gibt ja sonst kein Gegengewicht!Martin Wyss 24. Februar 2010 Verstoss melden
Deshalb finde ich, wir dürfen den Firmen sehr wohl vorschreiben, nicht, WIEVIEL Gewinn sie machen dürfen, aber, WIE sie den Gewinn zu verteilen haben! D.h., die Gesetze des Wettbewerbs spielen weiterhin, nur, diesmal kriegt jeder innerhalb der Firma etwas vom Gewinn ab, nicht nur die oben.
Da stimme ich dir zu.Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 26. Januar 2010 Verstoss melden
Keiner ist fähig das 480fache oder 720fache an Leistung zu erbringen.
Die Löhne müssen sozialverträglich sein.
Gleichzeitig muss die die Leistung besser messbar sein und Lohntransparenz im Management eingeführt werden.
So sieht man auch, ob der Manager sein Salär auch wert ist, oder man für weniger Geld einen besseren Manager finden kann.
Der Glaube, alles sei messbar, ist doch irgendwie irrwitzig. Kundenzufriedenheit etwa ist doch nur sehr eingegrenzt messbar; und auch "Erfolg" ist so ein Ding: Ist das jetzt der Geschäftsabschluss? Das Wohlergehen der Angestellten? Oder hat das was mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun?Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 6. Februar 2010 Verstoss melden
Was nicht heisst, dass ich Ihrer Forderung nach mehr Lohntransparenz nicht teilen würde.