Wenn der Vorstoss durch kommt, werden Firmen in mindestens drei unabhängige Teile aufgeteilt.
1. Eine Management-Firma, welche den Betrieb leitet.
Diese Angestellten verdienen zwischen 4-48 Mio. Fr./Jahr
2. Eine Betriebsfirma, welche die eigentliche Arbeit erledigt.
Diese Angestellten verdienen 60.000-720.000 Fr./Jahr
3. Eine Putzfirma, die den Dreck wegräumt.
Diese Angestellten verdienen 10.000-120.000 Fr./Jahr
Damit ist die Bedingung erfüllt, geändert hat sich aber nichts.
Schon heute haben viele grosse Firmen die Reinigungsdienste ausgelagert. Früher waren diese meist noch Teil der Firma. Genau so ist es möglich, die Verwaltung in eine eigenständige Firma auszugliedern.
Darum bin ich für die Idee aber gegen die Initiative.
Genau! Man siehts Moral kann man einfach nicht aufzwingen mit einem Gesetz.Alex Keller - SVP 19. August 2010 Verstoss melden
Ja, man kann Moral nicht aufzwingen. Das ist der Vorteil un der Gewinn dieser Initiative: Auch wenn sie das Problem nicht löst, so führt sie wenigstens zu einer guten Diskussion über Ethik in der Wirtschaft. Ich hoffe, dass diese Initiative, auch wenn sie abgelehnt wird, trotzdem Spuren hinterlässt.Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 19. August 2010 Verstoss melden
Im Initiativtext wird von einem Unternehmen gesprochen, nicht von einer scho definierten juristischen Person. Ausgelagerte Manager in dauerndem Anstellungsverhältnis gehören genauso zum Unternehmen wie die normalen Mitarbeiter auch. Und ausserdem sind irgendwann Auslagerungen ziemlich unökonomisch (obwohl ich befürchte, dass gewisse Manager sogar unökonomische Auslagerungen in Kauf nehmen würden, um sich selber Millionen auszuzahlen, was sie jedoch selber disqualifizieren würde).Jonas Banholzer - SP 20. August 2010 Verstoss melden
Lieber Jonas, Deine Annahme ist leider falsch. Richtig ist, dass Manager zu ihrem eigenen Nutzen auch unökonomische Entscheide in Kauf nehmen würden.Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. August 2010 Verstoss melden
Wenn die Firma A ihr Management in das unabhängige, aber aus Teilen der Firma A neu gegründete Unternehmen B auslagert, dann haben wir ein Unternehmen A und ein Unternehmen B, welches vom Unternehmen A beauftragt ist, das Management zu übernehmen. das Unternemen B hat dann das Unternehmen A als Kunden, aber die Mitarbeiter des Unternehmens B arbeiten zwar für A, gehören aber nicht mehr zum Unternehmen A. Spätestens wenn eine Firma C ihre Manager ebenfalls in die Firma B überführt, kann nicht mehr von einer 1:1-Beziehung zwischen A und B gesprochen werden. C übernimmt dann die Verwaltung der Unternehmen A und B. Das lässt sich beliebig erweitern. Und die Löhne in Unternehmen B können problemlos um Faktoren höher sein, als in A und C.
Es wird sehr leicht sein, Wege zu finden, die Vorgaben der 1:12-Initiative zu hintergehen.
Das ist sehr einfach, eine mehrere Teilunternehmen zu machen. Unökonomisch ist lediglich die 1:12-Initative. Diese stellt die freie Marktwirtschaft in Frage.Alex Keller - SVP 20. August 2010 Verstoss melden
Als ob Manager die freie Marktwirtschaft interessiert. Ein Manager, welcher unökonomisch handelt (und das tut er, wenn er alles auslagert), nur um sich einen hohen Lohn (welcher nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun hat) auszuzahlen, stellt die freie Marktwirtschaft selber in Frage. Oder findest du etwa, dass solche Löhne durch die Gesetze der freien Marktwirtschaft entstehen?Jonas Banholzer - SP 20. August 2010 Verstoss melden
Ok warum wirfst du alle Manager in den gleichen Topf? Du sprichst immer von DEN Managern. Ich kenne auch andere.Alex Keller - SVP 20. August 2010 Verstoss melden
Und *ich* unterscheide zwischen Managern und Unternehmern. Letztere spielen mit dem eigenen Geld, denen kann man mehr Freiheiten lassen.Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. August 2010 Verstoss melden
Viele Linke werfen der SVP Undifferenziertheit vor. Wir unterscheiden aber von kriminellen und angepassten Ausländer und ich zumindest sage das in der Regel so. Die Linken selbst sind viel schlimmer. Beispielsweise sprach gestern Paul Rechsteiner davon, dass mit der ALV-Initiative die Leute mit höheren Einkommen, also die Abzocker zu wenig beitragen müssten. Er wirft also alle Leute mit höherem Einkommen in den selben Topf und bezeichnet sie als Abzocker. Diejenigen, die wirklich alle in den selben Topf werfen sind dann wirklich die Linken.Alex Keller - SVP 21. August 2010 Verstoss melden
Zitat: "Ein Manager, welcher unökonomisch handelt (und das tut er, wenn er alles auslagert), nur um sich einen hohen Lohn (welcher nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun hat) auszuzahlen, stellt die freie Marktwirtschaft selber in Frage." Ich rede hier von EINEM Manager. Kannst Du mir meine Frage beantworten? Denkst Du wirklich, dass eine Lohnspanne von 1:1300 durch die Gesetze des freien Marktes entsteht?Jonas Banholzer - SP 21. August 2010 Verstoss melden
Nicht wirklich. Es gibt aber die Abzocker-Initiative, die solche extremen Lohnspannen einschränkt. Wir müssen die Lösung nicht im anderen extrem suchen, denn die Wirtschaft funktioniert nicht in extremen. In Ländern in dene extreme Regeln herrschen, fuktioniert die Wirtschaft nicht und dann wenn man mit irgendetwas überbordet funktioniert die Wirtschaft auch nicht.Alex Keller - SVP 21. August 2010 Verstoss melden
Wir werden sehen welche Veränderungen die Minder-Initiative bringen wird. Weder Du noch ich wissen, ob sie das Problem wirklich löst. Ich für meinen Teil befürchte, dass die Grossaktionäre der Grosskonzerne nicht wirklich gewillt sind, etwas gegen die übertriebenen Löhne zu tun. Ausserdem könnte die Initiative vorallem von den Wirtschaftsvertretern im Parlament so lange verwässert werden, bis sie ihre Wirkung verliert. Wir werden sehen...Jonas Banholzer - SP 21. August 2010 Verstoss melden
Die 1:12-Initiative finde ich nicht gut. Wenn sie wirkt ist sie gefährlich, wenn nicht dann taugt sie sowieso nichts. Die Minder-Initiative hilft schon. Sie ist ein eher sanfter Eingriff und das finde ich gut so. Ich glaube kaum, dass die Wirtschaftsvertreter es verwässern. Denn auch Politiker wie Johann Schneider-Amann, Peter Spuhler oder Christoph Blocher würden die Initiative unterstützen, denk ich mal.Alex Keller - SVP 21. August 2010 Verstoss melden
Also tut mir leid, aber Christoph Blocher hat versucht Herrn Minder zum Rückzug seiner Initiative zu bewegen, indem er ihm einen indirekten Gegenvorschlag versprach? Was die beiden anderen von Dir angesprochenen Herren betrifft, ist es gut möglich, dass sie die Initiative unterstützen. Jetzt noch eine andere Frage an Dich: Mal angenommen, Du würdest eine maximale Lohnspanne von 1:100 befürworten, und ein solches Gesetz käme zur Abstimmung. Während dem Abstimmungskampf würden CEOs von Grosskonzernen damit drohen, ihren Sitz ins Ausland zu verlagern, wenn das Gesetz angenommen würde. Findest Du nicht, dass solche Drohungen von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung die von euch so hochgelobte direkte Demokratie und damit die Souveränität und der freie Wille des Volkes massiv einschränken, und wir uns eingestehen müssten, dass wir nicht mer über uns selber bestimmen könnten, sondern dass nicht vom Volk gewählte Privatwirtschaftsvertreter mehr Macht besässen als wir?Jonas Banholzer - SP 22. August 2010 Verstoss melden
Gut gekontert, Jonas: «Findest Du nicht, dass solche Drohungen von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung die von euch so hochgelobte direkte Demokratie und damit die Souveränität und der freie Wille des Volkes massiv einschränken [würde]» :-)Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 22. August 2010 Verstoss melden
Aber ja, die Minder-Initiative dürfte wohl mehr bringen, als die 1:12-Initiative.
Danke Marc, trotzdem hätte ich gerne noch eine Antwort von Alex... Übrigens: Hast du schon als du die Initiative bei mir unterschrieben hast diese Meinung vertreten? :-)Jonas Banholzer - SP vor 5 Tagen Verstoss melden
Auch eine Lohnspanne von 1:100 würde nichts bringen, weil die Firmen ins Ausland gehen würden oder die Firma aufsplitten würden.Alex Keller - SVP vor 4 Tagen Verstoss melden
Das war nicht meine Frage. Meine Frage war, ob genau diese Drohung, ins Ausland zu gehen wenn 1:12 durchkäme, nicht ein direkter Angriff auf die demokratie ist, da das Volk ja gezwungen ist Nein zu sagen, weil sonst ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entsteht. Das heisst auch wenn das Volk 1:12 befürwortet, kann es dazu nicht Ja sagen weil es sonst abgestraft wird.Jonas Banholzer - SP vor 4 Tagen Verstoss melden
(Nebenthema: Jonas, welche Initiative kann ich bei Dir unterschreiben? -> URL zum PDF-Formular, dann kann ich es ausdrucken und schicken)Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten vor 2 Tagen Verstoss melden
Ist eben so: Die Wirtschaftslobby erpresst die Politik, kauft regelmässig die SVP und die FDP und diese machen dieses Spielchen mit (Beispiel UBS).Severin Müller - SP-Fachkommission für soziale Sicherheit und Gesundheit Bern, SP vor 2 Tagen Verstoss melden
Diese ewige Geheule wegen der Arbeitsplätze ist reine Demagogie. Die Grosskonzerne werden nicht abwandern, da bin ich mir sicher.
Die Initiative von dem Herrn Minder bringt nichts gegen die utopischen Löhne. Man hat es ja bei der UBS gesehen, die Aktionäre stimmten dem Vergütungsbericht zu obwohl 99% der anwesenden im Saal dagegen waren. Die grossen Aktionäre interessieren sich meistens einen Dreck für die Löhne der Manager solange sie ihre Dividende erhalten.Jan Fässler - kandidiert für Landrat Basel-Landschaft, JUSO vor 2 Tagen Verstoss melden
Ja alle sind böse und ihr seit die Helden, welche die armen Durchschnittbürger retten. Die Grossbanken schmieren Parteien und alle sind korrupt. Diese in linken Kreisen häufige Traumatisierung ist lächerlich. Die Grossbanken unterstützen numal nicht wirtschafts- und vor allem nicht arbeitsplatzschädliche Parteien. Jede Firma hat das Recht den Lohn seiner Mitarbeiter frei zu wählen. So lange die Firmen keine Staatsunternehmen sind, geht es niemanden etwas an. Ob der Lohn moralisch ist oder nicht, ist eine andere Frage. Genauso ob es demokratisch oder undemokratisch ist, wenn Firmen ins Ausland gehen. Auf das haben wir keinen direkten Einfluss und Moralpredigten würden diese Firmen wohl kaum beeindrucken. Ich bin für Arbeitsplätze und lehne die Initiative ab. Wer lieber Arbeitsplätze vernichtet, kann schon ja stimmen. Vielleicht gehen die Firmen nicht ins Ausland. Dann splitten Sie einfach die Firma und gründen eine Führungsunternehmung und die Managerlöhne sind gleich hoch. Toll!Alex Keller - SVP vor 2 Tagen Verstoss melden
Genau... Firmen werden ins Ausland abhauen...Jan Fässler - kandidiert für Landrat Basel-Landschaft, JUSO vor 2 Tagen Verstoss melden
Eine leere Drohung die immer kommt wenn der Sozialstaat ausgebaut werden soll.
