Ich denke es ist an der Zeit das Thema Lohngerechtigkeit auf die politische Agenda zu setzen.
Darum finde ich die Initiative der JungsozialistInnen grundsätzlich gut. Was ich aber bemängle, ist die Verhinderung von gewissen Innovationen: Ein Verbot ist meistens dazu da eine schlimme Entwicklung oder eine Entwicklung die der Mehrheit der StimmbürgerInnen nicht passt als gesetzeswidrig zu erklären und dementsprechend zu unterbinden. Wäre es nicht sinnvoller eine andere Politikmassnahme, wie beispielsweise eine positive Anreizsteuerung:
Je grösser die Lohnschere, desto höher der Steuersatz. Umgekehrt würde dies bedeuten je tiefer die Lohnschere, desto tiefer die Steuer. Dies würde dazu führen, dass einerseits Unternehmen steuertechnische Anreize haben die Lohnschere zu minimieren und andererseits Gratiswerbung für ein Unternehmen ist sich als sozialer Arbeitsgeber zu präsentieren.
Darum finde ich die Initiative der JungsozialistInnen grundsätzlich gut. Was ich aber bemängle, ist die Verhinderung von gewissen Innovationen: Ein Verbot ist meistens dazu da eine schlimme Entwicklung oder eine Entwicklung die der Mehrheit der StimmbürgerInnen nicht passt als gesetzeswidrig zu erklären und dementsprechend zu unterbinden. Wäre es nicht sinnvoller eine andere Politikmassnahme, wie beispielsweise eine positive Anreizsteuerung:
Je grösser die Lohnschere, desto höher der Steuersatz. Umgekehrt würde dies bedeuten je tiefer die Lohnschere, desto tiefer die Steuer. Dies würde dazu führen, dass einerseits Unternehmen steuertechnische Anreize haben die Lohnschere zu minimieren und andererseits Gratiswerbung für ein Unternehmen ist sich als sozialer Arbeitsgeber zu präsentieren.
6 Kommentare
Aus meiner Sicht kann man einen Unternehmer nicht dazu zwingen eine soziale Lohnpolitik zu führen. Was man hingegen kann, ist den Aktionären mehr Mitsprache bei den Löhnen der Chefs zu geben.Marcel Gygax - Kandidiert für den Grossrat Bern, JCVP 14. Dezember 2009 Verstoss melden
Man soll keine Unternehmen steuerlich belasten, jedoch muss man die soziale Verantwortung bei Ihnen einfordern.
Wenn dies nicht gelingt, ist es nur eine Konsequenz, dass die Abstimmung angenommen wird.
Denn unter uns gesagt, ist kein Mensch 50x oder 100x mehr Wert als eine anderer. Er kann auch niemals soviel arbeiten.
Ich finde die Idee mit den steuertechnischen Anreizen bzw. Sanktionen sehr gut. Und viel eher in der Schweiz durchsetzbar. Leider ist die Konsequenz, dass die Abstimmung angenommen wird, wenn man nicht auf anderem Wege soziale Verantwortung einholen kann, überhaupt nicht absehbar. Im Gegenteil: Die Bürgerlichen werden gegen die Initiative wettern, was das Zeug hält. Ein konstruktiver Gegenvorschlag durch Steueranreize bei gemässigen Lohnverhältnissen in einem Betrieb wäre mehrheitsfähiger.Dominique Fischer 17. Dezember 2009 Verstoss melden
Ich begrüsse die Idee einer Anreizwirkung.Matthias Gautschi - kandidiert für Grossrat Bern, EVP 8. Februar 2010 Verstoss melden
Allerdings hat eine Steuerbegünstigung zur Folge, dass insbesondere kleine Unternehmen davon profitieren können/wollen, wo das Problem weniger vorhanden ist.
Das Problem ist insbesondere bei Grosskonzernen vorhanden, die dann noch mehr Vorteile sehen, wenn der Firmensitz ins Ausland verlegt wird, wo keine 1:12 Regelung besteht und zum anderen unter Umständen trotzdem eine Steuerbegünstigung erreicht werden kann.
Wunderschön die Idee mit einer höheren Besteuerung, aber dafür müssen wir zuerst einmal dafür sorgen, dass Grossverdiener endlich ihre Steuern korrekt bezahlen, und zwar durch Abschaffung des Bank- bzw. Steuerhinterziehungsgeheimnisses.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Ich habe diesbezüglich eine Frage: wozu sind diese Boni überhaupt gut? Ich arbeite in einer Branche die vollkommen ohne das auskommt, und sie lebt trotz vieler Todesvorhersagen immer noch, sogar mehr denn je. Wozu diese unbestimmbare Variable? Boni sehe ich auch wirtschaftlich irgendwie fehl am Platz. Aber vielleicht fehlt mir eine andere Perspektive....?Mé La - Piraten 2. März 2010 Verstoss melden
@ Matthias Gautschi: Ist es denn so falsch kleinere und mittlere Unternehmen zu entlasten?Dimitri Buddeke 3. März 2010 Verstoss melden
Für kleinere und mittlere Unternehmen wäre eine solche Reform genau richtig und für grössere Unternehmen gäbe es Anreize zur Minimierung der Lohnschere!
Ich habe hier eine Idee hingeschrieben, welche nicht eine solche negative Wirkung hat wie die 1:12 Initiative, aber trotzdem zum annähernd gleichen Ergebnis führt. Eine Idee welche nicht marktschädlich ist aber trotzdem durch positive Anreizsteuerung Unternehmen dazu verleiten könnte, die Lohnschere zu minimieren. Man könnte ja den Status Quo der Unternehmensbesteuerung so belassen und zusätzlich ein Anreizsystem einführen, welches Unternehmen belohnt welche nicht eine grosse Lohnschere haben. Auf alle Fälle würden damit KMU entlastet und die grösseren Unternehmen hätten auch Anreize die Lohnschere zu minimieren, weil sie damit eine sehr grosse Steuereinsparung erreichen könnten.
Und zum Abwanderungsargument: Bei der 1:12 kann ich das Abwanderungsargument verstehen. Jedoch bei meinen Vorschlag sehe ich es nicht ein. Entwicklen sie doch diese Idee weiter!
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